26.06.26, 19:00: Die Redernswalder Eichen und ihr langer Schatten - ein Drama in drei Akten
Vor über 20 Jahren wurden im Redernswalder Forst inmitten des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin 574 alte Eichen gefällt. Das hätte nie passieren dürfen, denn die Bäume standen in einem Naturschutzgebiet, das als nutzungsfreies Totalreservat ausgewiesen werden sollte und einer privaten Naturschutzstiftung gehört. Die Wellen in der Öffentlichkeit schlugen deshalb hoch, doch wenige Monate später verkündeten Umweltministerium und Naturschutzstiftung, dass alles seine Richtigkeit hatte, gegen keine Rechtsvorschriften verstoßen wurde, es sich um eine notwendige Pflegemaßnahme für den Naturschutz handelte.
Für einen Referatsleiter im Landesamt für Umwelt war die Geschichte aber längst nicht beendet. Er hatte in einem fachlichen Vermerk die Fällung der Eichen als waldbaulich und naturschutzfachlich unsinnig und rechtswidrig beurteilt. Damit geriet er ins Visier politischer Seilschaften, die ihn 15 Jahre lang drangsalierten und schikanierten, aber letztendlich nicht erledigen konnten. Die fast unglaubliche Geschichte und ihre Protagonisten werfen ein grelles Licht auf das politische Brandenburg der Nachwendezeit.
Das „Drama in drei Akten“ hat einer der Protagonisten nun selbst aufgeschrieben. Vorgetragen wird es vom bekannten (Fernseh-)Schauspieler Andreas Nickl, musikalisch begleitet vom nicht minder bekannten Schlagzeuger und Allround-Musiker Michael Metzler.
29.03.26, 18:30: Der Graue Kranich - Auf den Schwingen eines Riesen
Der Film begleitet den majestätischen Grauen Kranich ein Jahr lang auf seiner
abenteuerlichen Reise quer durch Europa: im Frühjahr von seinen Winterquartieren in den malerischen Kork- und Steineichenhainen der Extremadura bis zu seinen mehr als 2.000 Kilometern entfernten Brutgebieten in Skandinavien - und im Herbst wieder zurück in den Süden. Es kommen Menschen zu Wort, die sich seit vielen Jahren für den Schutz des Kranichs und seines Lebensraums engagieren. Sie verdeutlichen die Probleme, mit denen der eindrucksvolle Vogel zunehmend konfrontiert ist.
Anschließend Podiumsgespräch mit den Kranich-Expertinnen Beate Blahy und Christine Härtl.
Dieser Film wird gezeigt im Rahmen der "Ökofilmtour".
21.03.26, 19:00: Reifenabrieb und Mikroplastik - Die unsichbare Gefahr
Reifen im Salat: Die tägliche Portion Mikroplastik
Der größte Verursacher von Mikroplastik sind Autoreifen. Der Abrieb ist überall: Auf Straßen, Wiesen, Feldern, sogar im Salat. Allein in Europa gelangen jährlich 500.000 Tonnen Reifenabrieb in die Umwelt - und werden zu Gefahr für Mensch und Umwelt. Inzwischen hat sich die Politik dem Thema angenommen und will den Abrieb regulieren. Doch die Reifenlobby wehrt sich vehement gegen zu strenge Vorschriften.
Vergiftet - Die Macht der Chemielobby
Die Industrie profitiert von einer harmlos klingenden Chemikalien-Gruppe: PFAS. Doch viele Menschen erkranken, da die Chemikalien außer Kontrolle geraten. Das liegt an der Verwendung von PFAS in unzähligen Produkten, etwa in der Teflon-Pfanne, der Autobatterie oder in Medizingeräten. Die EU plant deshalb, diese Chemikalien zu verbieten, die Herstellerlobby kämpft dagegen. Der Film enthüllt geheime Dokumente, Treffen zwischen Politikern und Lobbyisten und Drohbriefe der Industrie an die Politik.
Anschließend Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Thorsten Reemtsma, Leiter des Departments Analytik, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Leipzig,
Moderation Dr. Heidrun Beschow.
Dieser Film wird gezeigt im Rahmen der "Ökofilmtour".
22.02.26, 19:00: Klima, Krise, Kunst
Der Film erforscht die Rolle zeitgenössischer Kunst in Zeiten der Klimakrise. Die
Journalistin Leonie Sontheimer führt durch ein Kaleidoskop globaler künstlerischer Positionen – von Olafur Eliasson über Agnes Denes und Sebastião Salgado bis hin zu Stimmen aus dem globalen Süden. Mit ihnen beleuchtet der Film nicht nur herausragende Kunst zum Thema, sondern auch die Verantwortung des globalen Kunstbetriebs angesichts der Krise. Eine eindrückliche Bestandsaufnahme, die zeigt, wie aus Kunst kreativer Widerstand und Aktivismus werden kann.
Anschließend Podiumsgespräch mit Roberto Maldonado.
