Die Redernswalder Eichen und ihr langer Schatten - ein Drama in drei Akten
Vor über 20 Jahren wurden im Redernswalder Forst inmitten des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin 574 alte Eichen gefällt. Das hätte nie passieren dürfen, denn die Bäume standen in einem Naturschutzgebiet, das als nutzungsfreies Totalreservat ausgewiesen werden sollte und einer privaten Naturschutzstiftung gehört. Die Wellen in der Öffentlichkeit schlugen deshalb hoch, doch wenige Monate später verkündeten Umweltministerium und Naturschutzstiftung, dass alles seine Richtigkeit hatte, gegen keine Rechtsvorschriften verstoßen wurde, es sich um eine notwendige Pflegemaßnahme für den Naturschutz handelte.
Für einen Referatsleiter im Landesamt für Umwelt war die Geschichte aber längst nicht beendet. Er hatte in einem fachlichen Vermerk die Fällung der Eichen als waldbaulich und naturschutzfachlich unsinnig und rechtswidrig beurteilt. Damit geriet er ins Visier politischer Seilschaften, die ihn 15 Jahre lang drangsalierten und schikanierten, aber letztendlich nicht erledigen konnten. Die fast unglaubliche Geschichte und ihre Protagonisten werfen ein grelles Licht auf das politische Brandenburg der Nachwendezeit.
Das „Drama in drei Akten“ hat einer der Protagonisten nun selbst aufgeschrieben. Vorgetragen wird es vom bekannten (Fernseh-)Schauspieler Andreas Nickl, musikalisch begleitet vom nicht minder bekannten Schlagzeuger und Allround-Musiker Michael Metzler.
- Beginn:
- 26.06.26, 19:00
- Veranstaltungsort:
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Bahnhofshalle Chorin
Historisches Bahnhofsgebäude in Chorin
